Unter dem Begriff „Indikation“ sind zwei verschiedene Inhalte zu verstehen:

1.) Behandlungsverläufe oder Strukturen, die gemäß der allgemeinen Richtlinien der deutschen Krankenversicherungen als Bedingung vorausgesetzt sind, damit die Behandlungskosten übernommen werden. Hier geht es nicht um bestimmte Krankheitsbilder, wie etwa eine “Angststörung” oder eine “Depression”. An diese Richtlinien müssen sich alle Kliniken halten.

2.) Spezielle Krankheitsbilder, auf die eine Klinik sich spezialisiert hat und wofür dann extra ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Z.B. ganz bestimmte Folgeerkrankungen nach chronischer Stresseinwirkung.
Hier finden Sie eine Liste der Indikationen für die stationäre Behandlung speziell in unserem Haus.

Indikationen wie sie die Private Krankenversicherung (PKV) verlangt

Grundsätzlich gilt: Je mehr der folgenden Voraussetzungen gegeben sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die PKV die Kosten übernimmt.

Eine stationäre psychosomatische Behandlung ist aus Sicht der PKV nur indiziert,

  • wenn das ambulante Behandlungsergebnis als nicht ausreichend erachtet wird oder dessen Möglichkeiten ausgeschöpft sind
  • wenn in der ambulanten Therapie keine positive Prognose (mehr) gestellt werden kann
  • wenn eine ambulante Therapie wegen der Arbeitszeiten oder der Lebenswirklichkeit des Patienten, z.B. viele Dienstreisen, nicht regelmäßig und kontinuierlich durchgeführt werden kann
  • wenn eine akute Verschlimmerung der Beschwerden droht
  • wenn eine rasche Besserung der Beschwerden dringlich erscheint
  • wenn auch eine teilstationäre Behandlung nicht in Frage kommt, weil eine Herausnahme aus den beruflichen und/oder privaten Konfliktfeldern notwendig ist
  • bei einer vorrangig somatischen Erkrankung mit Dekompensation einer bis dahin latenten dysfunktional verarbeiteten Konfliktsituation
  • wenn es sich um ein komplexes Krankheitsbild handelt, bei dem die Notwendigkeit der Anpassung der Therapiestrategien gegeben ist
  • bei mangelndem Krankheitsverständnis, sodass eine ambulante Behandlung (noch) nicht erfolgversprechend ist
  • zur Erzeugung einer Motivation und Einleitung einer psychotherapeutischen Behandlung im Sinne einer Initialbehandlung
  • wenn das positive therapeutische Milieu mit den anderen Patienten für die Behandlung als wesentlich erfolgversprechend erscheint
  • wenn komplex verschränkte innerseelische und zwischenmenschliche Konflikte das Krankheitsbild prägen
  • wenn eine krisenhafte Dekompensation bei nicht ausreichendem Ergebnis einer ambulanten medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung vorliegt
  • wenn eine zunehmende soziale Isolation und Vereinsamung vorliegt, sodass der klinische Rahmen im Kontext der therapeutischen Gemeinschaft die schwerwiegenden sozialen Folgeerscheinungen der Erkrankung des Patienten unterbrechen soll
  • wenn ein diagnostisch noch nicht eindeutig einzuordnendes Krankheitsbild vorliegt
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