Erfahrungsbericht Hospitation von Susanne Fischer-Beutel

Als Hospitantin konnte ich im Juli 2020 an dem 13 Tage dauernden intensiven Kurzzeittherapie-Modul teilnehmen und erleben, wie außerordentlich wohlwollend und innerhalb eines außergewöhnlichem täglich zeitlich langem Umfanges hier auf Patientinnen und Patienten eingegangen wurde; wie diese in einem umfassend geschützten und liebevoll gestalteten Rahmen gefördert und auch in sinnvoller Weise gefordert wurden,- dies individuell, immer respekt- und achtungsvoll, auf Augenhöhe und vor allem ressourcenorientiert. Zudem konnte ich feststellen, dass all jenes, was auf der Valere-Klinik-Homepage zu lesen steht, auch real zutrifft.

Ich war sehr gespannt und neugierig darauf, wie es sein kann, dass ein Modul von 13 Tagen solche Erfolge hervorbringen kann, wie sie in den Erfahrungsberichten auf unterschiedlichsten Plattformen im Internet zu lesen sind.

So freute ich mich darauf, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden, die sich am ersten Tag bildete und bis zu letzten Tag so zusammen bleiben sollte, die gemeinsam ein Stück Weg gehen wird, in die ganz persönliche Freiheit des Seins. Und in der Tat konnte ich schon bei meiner Ankunft erleben, mit wieviel empathischer Zugewandtheit die Patientinnen und Patienten – und natürlich auch ich willkommen geheißen wurden.

Ausnahmslos alle, ob es sich nun um den Verwaltungsdirektor, Thomas Valdieck und seine Assistentin Melanie, oder um den Chefarzt, Dr. Walter Hofmann, der Hauswirtschaftsleiterin Helga mit ihrem Team und den drei Therapeuten (zwei Therapeutinnen) handelte, alle, alle kümmerten sich diese 13 Tage um die Patientinnen und Patienten und ihren ganz persönlich bestehenden Lebensherausforderungen. Und das von morgens bis abends, einschließlich ärztlicher Nachtbereitschaft einschließlich Samstag und Sonntag. Eben 13 Tage am Stück.

Ich habe wahrgenommen, wie sinnvoll tragend ein solches Team mit diesem vielschichtigen Therapieangebot ist und wie sich daraus wiederkehrend ein solch modulares Konzept stimmig anwenden lässt. Dazu gab es täglich von Helga, der guten Seele des Hauses und ihrem Team auserwählte, mit sichtbarer Liebe zubereitete und nachhaltig verwandelbare Menüs. Sogar einzelne Wünsche wurden dabei berücksichtigt.

Jeden Abend,- nach einem von 7:00 Uhr – 20:00 Uhr dauernden Modul-Tag, setzte sich das Therapeutenteam zusammen und besprach, was sich über den Tag hin in der Gruppentherapie und in den Einzelgesprächen ergeben hatte. Später kam auch der Verwaltungsdirektor dazu und ich erlebte, dass sich durch verwaltungsrelevante Informationen durchaus zügig eine Stressreduktion und Entlastung bei Patientinnen und Patienten ergeben konnte.
Durch diese abendliche Teamsitzungen wurde möglich, dass jede Patientin, jeder Patient täglich neu entschied, zu welchem Therapeuten, welcher Therapeutin er gehen möchte und in welchem Zeitfenster. Diese Zeitfenster wurden im Rahmen der Tagesstruktur vorgegeben,- also ganz real auf einem Whiteboard tabellarisch sichtbar gemacht, so dass sich Jede und Jeder morgens schon eintrug.

Sehr beeindruckend gelang es auf diese Weise, jeder Patientin und jedem Patienten eben genau die therapeutischen Tools anzubieten, die sie im Hier und Jetzt brauchten. Letztendlich geschah dies, weil das Therapeutenteam sehr kompetent und wohlwollend wertschätzend über die gesamte Zeit den Patientinnen, dem Patienten zugewandt einiges anzubieten hatte.

Allen voran der Chefarzt, Dr. Walter Hofmann, der es immer wieder verstand,- auch in den leid- und schmerzvollsten Situationen, genau die eine menschliche Regung, das eine gesagte Wort, die eine fürsorgliche, ernste, überaus wertschätzende Geste zum Annehmen und Aushalten, zum Akzeptieren von all dem, was sich in dem Moment zeigte an inneren Vorgängen, so zu vermitteln, dass, egal von wem auch immer, die Sicht auf das jetzt gerade vorherrschende persönliche Befinden sich dahingehend ändern konnte, dass ein Annehmen dessen gelingen durfte. Das war sehr sehr beeindruckend.

Zudem gab es eine ganze Menge weiterer Kompetenzen. Ein großer therapeutischer Schatz an Techniken, Methoden wurde von allen Therapeutinnen und Therapeuten angeboten. Diese waren anzuwenden, jeweils einzeln, zu zweit, in Gruppen, Körperorientiert, achtsam, atmend…..und und,- allesamt in der Nachsorge zuhause abrufbar, mittels persönlicher Aufschriebe in einem zu Beginn überreichtem Büchlein. Auf diese Weise sichert sich jede Patientin und jeder Patient auch die langfristigen Erfolge.

Unter den Patientinnen und Patienten entwickelte sich sehr frühzeitig eine Vertrautheit, daraus wiederum entwickelte sich eine enorme Gruppendynamik, welche in Folge für jeden einzelnen Teilnehmer die Chance barg, sich zu öffnen, in einer sichtbar werdenden Ehrlichkeit sich selbst zu begegnen, um daraus einen neuen Lebensweg zu kreieren, den es nach den 13 Tagen gilt zu gehen und zu erforschen. Manchmal waren das von außen betrachtet, Nuancen neu eingeleiteter Wegbeschreibungen, manchmal komplett anders angelegte Wegmöglichkeiten…….wie treffend empfand ich mal wieder die Weisheit:

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis.“ Und das war sichtbar, hörbar, spürbar…..

Wie einzigartig, wie berührend es ist, miterleben zu dürfen, wie Menschen sich in Haltung, Mimik, Ausdruck in Sprache und liebevoller Eigenzuwendung ändern, sich getrauen ein für sich unbekanntes Entwicklungsland zu betreten und das in nicht gekannter Freude und Neugier darauf, was das Leben noch bringen mag.

Alle gemeinsam und doch jeder für sich.

Auch in diesem Modul sprach eine jede, ein jeder davon, um wieviel weiter sie und er in der Valere-Klinik sich entfalten konnte, um wieviel mehr inneres Wissen und Verständnis hier zu entwickeln für sich selbst möglich war und welche Dankbarkeit jeder Einzelne empfand, hier gewesen sein zu dürfen.

Welch wegweisende therapeutische Arbeit wird hier in dieser Klinik inmitten einer Bilderbuchlandschaft geleistet!

Und ich durfte dabei sein!
Welch ein Geschenk – Welche Bereicherung!
An alle nochmals ein von Herzen kommendes Dankeschön für diese wertvolle Zeit!

Chapeau! Jedem Einzelnen!
Valere= „Wert sein“ sich selbst gegenüber, dem anderen, dem geschenkten Leben, dem Sein – das lernt man in der „Valere“ und das gebe ich aus tiefster inneren Überzeugung gerne weiter.

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben macht unser Schicksal aus schrieb schon zwischen 1830 und 1916 Marie, Freifrau von Ebner-Eschenbach

Ich habe erlebt, wie es sein kann, dass ein Modul von 13 Tagen diese Erfolge hervorbringt. Und ich weiß jetzt auch, dass hier in der Valere-Klinik die ersten Schritte auf einem lichtvollen Weg zu gehen, keine Phantasien bleiben, sondern dass sie ins Hier und Jetzt geholt,- und auch wirklich gegangen werden.
Ich habs gesehen, gehört, gespürt, und als machbar empfunden.

Susanne Fischer-Beutel
Heilpraktikerin für Psychotherapie
www.le-o-prax.com

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